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02-11-07 07:57

Reportage über die Vernissage

Der folgende Artikel ist dem <a href="http://www.tagblatt.ch/index.php?artikelxml=1418414&ressort=tagblattheute/stgallen/stadt&jahr=2007&ressortcode=&ms=hauptseite"> St. Galler Tagblatt vom 2. November 2007 </a> entnommen und berichtet über den Event anlässlich des 100. Geburtstag des Stifters der Bibliothek.

«Ein geistiges Vermächtnis»

Neue Publikation zum 100. Geburtstag von August Belz

st. gallen. Feierstunde in der Kantonsbibliothek: Anlass war der 100. Geburtstag von August Belz und 35 Jahre Bibliotheca Masonica.

Text: Peter Müller, Bild: Philipp Baer, Copyright © 1997-2007 St. Galler Tagblatt

«Freimaurer sind diskret. Sie halten ein Stück gemeinsamer Wirklichkeit vom Scheinwerferlicht, Lärm und Mediengerede fern», sagte Buchhändler Louis Ribaux vor ein paar Jahren im Kulturmagazin «Saiten». Von diesem diskreten Geist war auch etwas an der Feierstunde zu spüren, die am Mittwochabend in der Vadiana stattfand. Anlass war die Präsentation einer Publikation zum 100. Geburtstag des Freimaurerbruders August Belz sowie das 35-jährige Bestehen der Stiftung «Bibliotheca Masonica August Belz».

Beeindruckende Persönlichkeit

Die Veranstaltung war schlicht, die Ansprachen kurz und etwas allgemein. Dahinter war aber einiges von dem zu spüren, was diesen «weltlichen Orden» ausmacht. Das betrifft insbesondere August Belz (1907–1971). In den Reden des Abends und in der Gedenkschrift erschien das Bild eines faszinierenden Menschen: rastlos tätig, mitmenschlich engagiert, tief gläubig. Und stark an geistigen Fragen interessiert. «Nachdenkend, lesend und aufschreibend hat Bruder August Belz tiefe Einsichten ins wahre Leben gewonnen», sagte Louis Ribaux. In der Gedenkschrift sind verschiedene Texte von August Belz abgedruckt – geistige und spirituelle «Landkarten» sozusagen. Dazu kommen Texte über ihn. Lesenswert sind insbesondere die anrührenden Erinnerungen seiner Tochter Maria.

Belz, ein aus Goldach stammender Industrieller, baute sich während Jahren auch eine respektable Bibliothek auf. Sammelschwerpunkte waren die Freimaurerei sowie allgemeine Literatur esoterisch-spiritueller und moralisch-geistiger Art.

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Über 14 000 Bände

Diese Bibliothek vermachte er seiner Freimaurerloge «Humanitas in Libertate». 1972 wurde die Stiftung «Bibliotheca Masonica August Belz» gegründet. Sie sah vor, die Bibliothek «zu bewahren, zu äufnen und zu vermitteln». Partnerin wurde die Stadtbibliothek St. Gallen – die heutige Kantonsbibliothek. Hier lagert die Bibliothek seitdem, ihr Umfang ist in dieser Zeit von 6000 Bände auf über 14 000 Bände gewachsen. Sie gilt heute als eine der bedeutendsten Freimaurer-Bibliotheken des deutschen Sprachraums. Zu ihrer Geschichte befindet sich in der Gedenkschrift eine Aktensammlung, zusammengetragen von Serge Leuzinger, dem langjährigen Aktuar der Stiftung.

Stiftung Bibliotheca Masonica, August Belz und sein geistiges Vermächtnis, 2007 (Eigenverlag)

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