Freunde der BMAB
Freunde der BMAB

Wie viele Sammlungen und Bibliotheken ist auch die Bibliotheca Masonica August Belz auf Unterstützung angewiesen.

 

Zu diesem Zwecke existiert ein Verein, die Freunde der Bibliotheca Masonica Augus Belz, dessen Ziel es ist, die Bibliothek zu fördern und zu unterstützen.

 

Mitglieder der Freunde der BMAB können auf zusätzliche Bereiche dieser Website zugreifen, indem sie sich hier anmelden.

 

Mehr Information über die Freunde finden Sie auf der folgenden Seite.

 

Wenn Sie bereits Mitglied des Vereins sind, können Sie beim Präsident einen Benutzernamen und ein Kennwort zum Zugriff auf die zusätzlichen Bereiche beantragen.



Warum Bücher?

Nicht nur die Bibliotheca Masonica in St. Gallen steht vor dem Problem, Gönner zu finden. Auch anderenorts gibt es Organisationen, deren Ziel es ist, freimaurerische Bibliotheken zu fördern und zu erhalten. Warum?

 

Eckart Fiss, Schriftführer des Freimaurerischen Bibliotheksvereins e.V., dessen Zweck die Unterstützung der freimaurerischen Sammlung in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek ist, schreibt in ihrem Internetauftritt über

 

Bücher und Digitalisierung


Der Philosoph Kierkegaard sagte einmal:

Wir leben unser Leben vorwärts, aber wir verstehen unser Leben nur rückwärts.

Und was hilft uns dabei - klar, Aufzeichnungen aller Art.


Als Freimaurer bauen wir auf der Tradition unseren früheren Brüder auf - wir bedauern es, dass es keine genauen Aufzeichnungen über die Zeit um 1700 gibt, nur wenige Schriftstücke geben uns davon Zeugnis.


In unserer täglichen Welt gibt es jetzt leider auch eine andere Tradition, die des Vergessens, die uns zukünftig noch sehr zu schaffen machen wird.


In der überwältigenden Fülle an Informationen in der Naturwissenschaft gibt es heutzutage bestimmte Regelen:


1. Was in einer anderen Sprache als der englischen Sprache publiziert ist - forget it.

2. Was in einer anderen Textsorte als der eines Zeitschriftenaufsatzes publiziert ist - forget it.

3. Was nicht in einer der angesehenen Zeitschriften XYZ publiziert ist - forget it.

4. Was vor mehr als ca. 5 Jahren publiziert wurde - forget it.


Und dazu dann die allgegenwärtige Digitalisierung, der “Horror digitalis!, oder wie Manfred Osten so treffend provozierte:

“Gespeichert, das heisst vergessen. Die Entwicklung der menschlichen Kultur, die eine des Erinnerns ist, wird gestört durch die schwindende Nachhaltigkeit digitaler Systeme und ihrer vermeintlich unermesslichen Speicherfähigkeit.”


Dazu ein paar Beispiele:

Die NASA hat, nach meiner Kenntnis, die Aufnahmen der ersten Mondlandung speziell auf Magnetbändern im Vakuum bei tiefen Temperaturen gelagert und uns Bildanwendern - ich habe früher ein Fotofachlabor gehabt und dabei viel mit Kunden zu tun gehabt, die solche Fotos in ihrer Werbung nutzen wollten - von den Originalkopien ausschliesslich Dia-Duplikate verkauft. Und dann wurden von diesen Duplikaten wieder Duplikate gefertigt usw. Bis dann nach 15 Jahren die Qualität so schlecht geworden war durch normale Alterung, dass man neue Originale ziehen wollte. Aber siehe da, von den Magnetbändern rieselte die Beschichtung, die Originalaufnahmen waren verloren.


Enzensberger spricht sarkastisch von der drastisch sinkenden Halbwertszeit der Speichermedien. Die “National Archives” in Washington können nicht mehr die Aufzeichnungen der 60iger und 70iger Jahre lesen.


Die BBC kann alle gespeicherten Aufzeichnungen der ersten Jahre des Beginn des Fernsehzeitalters nicht mehr öffnen.


Wer erinnert sich nicht mehr an den Berühmten C64 - Comodore 64 - nichts davon ist noch aufrufbar.


Im Jahre 1086 hat Wilhelm der Eroberer eine systematische Untersuchung der Grundbesitzverhältnisse in England angeordnet, das sogenannte “Domesday-Book”. 1986 publizierte die BBC im Gedenken an dieses 900 Jahre frühere Werk ein neues Domesday-Buch mit Hilfe von Millionen Schulkindern und unter Verwendung von Statistiken und Bildmaterialien der Regierung. Ein moderner Laserdisc-Player war die Hardware, um durch Texte, Fotografien, Grafiken und Filmen zu navigieren. 15 Jahre später konnten diese Daten nur mit erheblichem Aufwand und vielen Kosten vor dem Verschwinden gerettet werden., denn die Laserdiscs konnten vom normalen Verbraucher nicht mehr gelesen werden und die Datenträger selbst waren akut am Zerfallen.


Aber: Noch heute lässt sich das erste Domesday-Buch lesen, das damals von normannischen Mönchen geschrieben worden war.

 



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Letzte Aenderung:  19:58 07/02 2010